In den Jugendverbänden übernehmen zahlreiche Jugendliche und junge Erwachsene Verantwortung in der Kirche. Diese benötigen für ihre ehrenamtliche Leitungsarbeit ein Mindestmaß an hauptberuflicher Unterstützung. Durch die Sparpläne ist dieses Engagement massiv bedroht.
Beim Jugendevent der Heilig-Rock-Tage im April betonte Bischof Ackermann, welch großer Reichtum die Jugendverbände für die Kirche sind, u. a. weil sie sich in der Jugendpolitik für die Belange der Kinder und Jugendlichen aus dem Geist Jesu heraus stark machen. „Durch sie können Jugendliche vor Ort aktiv sein und Verbindung haben, über die eigene kleine Gruppe hinaus zum größeren Ganzen", so der Bischof damals.
„Dieser Reichtum droht der Kirche verloren zu gehen, wenn das Bistum tatsächlich, nach der Sparrunde von 2004, die die Jugendverbände mit über 25 % Prozent betraf, hier schon wieder den fetten Rotstift ansetzen möchte", so Frank Kettern der Vorsitzende des BDKJ im Bistum Trier.
Der BDKJ hält es für unverantwortlich in einer der größten Krisenzeiten der katholischen Kirche in Deutschland im gesamtem Bereich der Jugendarbeit zu sparen. Denn gerade jetzt geht es verstärkt um das Wohl der Kinder und Jugendlichen in unserer Gesellschaft.
Jugendpastoral braucht in dieser schwierigen Zeit die größtmögliche Unterstützung der Bistumsleitung. Auch daran lässt sich messen, wie ernst es der Kirche in Fragen der Stärkung junger Menschen und der Prävention zukünftig ist.
Durch die vorgesehenen Einsparungen bei den Jugendverbänden ist dies alles nicht mehr gewährleistet. Wenn die Arbeit des BDKJ weiterhin katholisch, politisch und aktiv bleiben soll, dann darf es in diesem Bereich keine Kürzungen geben.