Unsere Partnerorganisationen

Stiftung Solidarität und Freundschaft Chuquisaca-Trier

La Fundación Solidardad y Amistad Chuquisaca-Tréveris

Aus der seit über 50 Jahren bestehenden Partnerschaft zwischen der Erzdiözese Sucre und der Diözese Trier ist die Stiftung "Solidarität und Freudschaft Chuquisaca-Trier" entstanden.

Das Departement Chuquisaca mit der Haupt- und Universitätsstadt Sucre gehört zu einen der ärmsten Regionen Boliviens. Die Analphabetenraten liegt in Chuquisaca insgesamt bei 27%, im länclichen Raum können sogar über die Hälfte der Frauen weder Lesen noch Schreiben. Dort haben 85% der Haushalte keine Elektrizität und in den ländlichen Gegenden Boliviens insgesamt verfügen über 50% der Haushalte nicht über fließendes Wasser. Die Menschen Chuquisacas leben hauptsächlich von der Landwirtschaft.

Die Diözese Trier verbindet seit 1960 eine Partnerschaft mit der Erzdiözese Sucre. 1972 wurde das Comité coordinador (Koordinationskommitee) gegründet, um die Mittel, die die Katholische Jugend der Diözese Trier für die artnerschaft überwies, gerecht zu verteilen. Die Nachfolgeorganisation ist die Stiftung "Solidarität und Freundchaft Chuquisaca-Trier".

Die Stiftung begleitet, fördert und unterhält Projekte der Grund-, Aus- und Fortbildung für Jugendliche und junge Erwachsene aus dem ländlichen Raum von Chuquisaca.Grundlge der Arbeit ist der Einsatz für eine gerechte Gesellschaft im Sinne der Vision vom Reich Gottes. Ziel sind der Aufbau von lokalen solidarischen Organisationen, die nachhaltige Verbesserung der Lebenssituation der Menschen vor Ort und die Schaffung von Pespektiven für die Region. Dabei wird eine enge Zusammenarbeit mit den jeweiligen Pfarrgemeinden, den Gemeindeverwaltungen und die Bevölkerung angestrebt.

Projekte, die die Stiftung unterstützt und begleitet:

  • Die Unterkunft in 5 Lanschulinternaten für 7 bis 12jährige ermöglicht 176 Kindern aus entlegenen Gegenden eine Grundausbildung.
  • Durch eine Unterkunft in 16 Landschulinternaten für 12 bis 20jährige können 841 Jugendliche aus abgelegenen Ortschaften ihre Schulausbildung abschließen.
  • Technische Zentren bieten 210 jungen Frauen und Männern die Möglichkeit, ein technisches Abitur zu erlangen.
  • Ein Studentinnen- und ein Studentenwohnheim in Sucre bieten 110 jungen Menschen vom Land Unterstützung und Wohnmöglichkeit während ihres Studiums.
  • Katecheten- und Jugendgruppen in ganz Chuquisaca fördern die Partizipation von Laien in der Kirche.

In allen Projektbereichen werden vier Grundlinien verfolgt:

1. Fähigkeiten (capacidades):

Förderung der Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen durch die Verbindung von Theorie und Praxis.

2. Chancen (oportunidades):

Eröffnung von Chancen, die eine konkrete Lebensperspektive in der jeweiligen Region ermöglichen.

3. Pastoral (pastoral):

Förderung des pastoralen Handelns im Sinne der Verwirklichung des Reiches Gottes und mündigen Christseins.

4. Hermandad (hermandad):

Partnerschaftliches Leben der Menschen in den Projekten und die Gestaltung der Partnerschaft mit der Katholischen Jugend der Diözese Trier.

Jugend- und Berufungspastoral Boliviens

La Pastoral Juvenil y Vocacional (PJV) de Bolivia

Zusammen mit dem BDKJ Hildesheim unterhält der BDKJ Trier seit 25 Jahren eine Partnerschaft mit der Jugend- und Berufungspastoral Boliviens.

"Hauptaufgabe der PJV ist die ganzheitliche Bildung junger Menschen  - Frauen und Männer - durch einen Prozess der Begleitung, bei der sie in ihrer konkreten Lebenssituation dort abgeholt werden, wo sie gerade stehen. Ziel ist es, sie auf einem Weg im Geiste des Evangeliums hin zu kritischen und engagierten Menschen zu begleiten, damit sie zu Botschafterinnen und Botschafter werden, die in ihrem persönlichen Umfeld bei der Verwirklichung des Reiches Gottes als eine Zivilisation der Liebe mitwirken." (aus dem Partnerschaftsvertrag, August 2008)

In der PJV, der Jugendorganisation der Bolivianischen Bischofskonferenz, sind verschiedene Pastoralbereiche zusammengeschlossen. Dazu gehören zum Beispiel die Universitätspastoral, die Landpastoral, die Pastoral der Bergleute, die Pastoral für Jugendliche in kritischen Lebenssituationen usw..

Auf Grund der Unterschiede in den einzelnen Diözesen bezüglich der kirchlichen, ethnisch-kulturellen, geografischen, sozialen und wirtschaftlichen Situation hat auch die kirchliche Jugendarbeit sehr unterschiedliche Schwerpunkte.

Ausgehend von der Nachfolge Jesu wird eine Jugendpastoral angestrebt, die sich mit den Armen und Ausgegrenzten identifiziert, Gemeinschaft und Kirche lebt und sich für eine "Gesellschaft der Liebe" über den Weg der sozialen und persönlichen Veränderung engagiert.

Das nationale Büro der PJV

  • koordiniert die Arbeit in den verschiedenen Bereichen und Regionen,
  • veranstaltet Kongresse,
  • betreibt Lobbyarbeit für die Themen der Jugendlichen,
  • vertritt die PJV auf lateinamerikanischer Ebene,
  • erarbeitet Materialien,
  • bietet Fortbildungsseminare in verschiedenen pastoralen Bereichen an und
  • unterhält und gestaltet seit 1986 eine Partnerschaft mit dem Bund der deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) der Diözesen Hildesheim und Trier.